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NEWS@IMAGING Oktober 2016 Deutschland | Österreich

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ңң Praxis-Plus Kein Brot ist wie das andere Das niederländische Unternehmen Niverplast ist einer der weltweit größten Hersteller von Maschinen zur Inspektion von Backwaren. Diese Anlagen werden in alle Teile der Welt geliefert und nutzen Bildverarbeitungstechnologie von STEMMER IMAGING zur zuverlässigen Erkennung von fehlerhaften Broten und Brötchen. Überblick über die gesamte Anlage: Die Brote laufen von links kommend an zwei Prüfstationen vorbei und werden danach am rechten Ende der Maschine in Kartons verpackt. Bei den dann folgenden Schritten spielen Bildverarbeitungssysteme die entscheidende Rolle: An der ersten Station erfolgt eine Qualitätsprüfung, bei der die geometrischen Abmessungen wie Länge und Breite der Backwaren erfasst und analysiert werden. Zudem erkennt die Anlage an dieser Stelle, ob Bruchfehler vorlegen oder ob z.B. die Einschnitte an der Oberseite von Baguettes korrekt sind. Fehlerhafte Produkte werden nach dieser ersten Station über verfahrbare Transportbänder vollautomatisch aussortiert, bevor die positiv bewerteten Backwaren an der zweiten Station gezählt werden. „Diese zweite Prüfzelle zum Zählen bieten wir als Option an, doch die meisten Kunden bestellen ihre Anlage mit beiden Zellen“, erläutert Danneberg. Im Anschluss daran erfolgt die Verpackung der Backwaren in der gewünschten Stückzahl nach den Vorgaben des Kunden, z.B. in Kartons oder Tüten. In der beschriebenen Anlage wollte der Kunde die geprüften Backwaren in bestimmten Mengen in Tüten verpacken lassen, die in Kartons eingelegt sind. Hier sind zwei separat ansteuerbare Bänder im Einsatz, die den Transport der leeren und vollen Kartons übernehmen. Angefangen hat alles mit Plastikbeuteln: 1986 wurde Niverplast in Rijssen gegründet und verkaufte zunächst Beutel aus Kunststoff, wie sie häufig in Supermärkten zur Mitnahme des Einkaufs angeboten werden. Das war den Niederländern jedoch bald zu wenig, es folgten Maschinen, die solche Beutel automatisch öffneten, Anlagen, die Beutel in Kartons einlegen oder Kartons aufrichten konnten, sowie Geräte zum Verschweißen und Falten von Kunststoffen. Heute liegt die Kernkompetenz von Niverplast in der Herstellung kompletter Anlagen, mit denen Objekte inspiziert, gezählt und verpackt werden. Neben Anlagen für Fleisch, Fisch, Öle und Fette sowie für andere Produkte aus dem Nonfood-Bereich hat sich das Un- Ein Metalldetektor prüft die Backwaren am Beginn der Zuführung auf mögliche Metallteile. ternehmen dabei auf das Thema Backwaren spezialisiert. Niverplast ist erst seit 2009 im Bereich Backwaren tätig und hat innerhalb kürzester Zeit den Aufstieg unter die weltweit größten Hersteller solcher Anlagen geschafft. „Etwa 80 Prozent unserer Anlagen sind für Großbäckereien konzipiert und kommen in aller Welt zum Einsatz“, erläutert Albert Danneberg von der Forschungs- & Entwicklungsabteilung bei Niverplast. Qualität prüfen und zählen Den prinzipiellen Ablauf einer solchen Anlage zum Prüfen und Zählen von Backwaren beschreibt Danneberg wie folgt: „Die vorgebackenen Brote oder Brötchen können der Maschine je nach Wunsch des Anwenders auf zwei unterschiedliche Arten zugeführt werden: Entweder entwickeln wir eine automatisierte Zuführung direkt aus dem Gefrierschrank heraus oder die gefrorenen Teigwaren werden manuell auf das Transportband aufgelegt. Bevor die Produkte in die Maschine laufen prüft im nächsten Schritt zunächst ein Metalldetektor, ob in vorangegangenen Prozessschritten eventuell unerwünschte Metallteile in die Backwaren gelangt sind.“ Bildverarbeitung als Kernelement Wesentliches Element der beiden Prüfzellen ist die Bildverarbeitung, bei der sich Niverplast voll auf seinen langjährigen Partner STEMMER IMAGING verlässt. Dietmar Serbée, Geschäftsführer der Benelux-Niederlassung von STEMMER IMAGING, erinnert sich noch gut an den Beginn der Zusammenarbeit mit Niverplast: „Zuerst lag die Anforderung nur im Zählen von Backwaren; Die Erkennung von Die tiefgekühlten Backwaren werden der Anlage über ein Förderband zugeführt. 04 STEMMER IMAGING NEWSLETTER Oktober 2016

ңң Praxis-Plus passende Zeilenbeleuchtungen und Optiken. Damit lassen sich die bis zu 1300 mm breiten Transportbänder optimal abdecken, um die Qualitätsprüfungen zuverlässig durchführen zu können.“ Service aus einer Hand Die Brote werden unter einer Zeilenbeleuchtung und einer Zeilenkamera hindurch befördert. Dabei werden die Bilder aufgenommen. Fehlern an den Backwaren kam erst zu einem späteren Zeitpunkt hinzu. Niverplast hatte dazu bereits mehrere andere Bildverarbeiter angesprochen und nach Lösungen gesucht, doch keiner konnte ein geeignetes System anbieten.“ Schwere Entscheidung Die besondere Schwierigkeit der Aufgabe lag nach Serbées Worten vor allem darin, dass kein Brot wie das andere ist: „Die Formen der vorgebackenen Brote und Brötchen sind nie identisch, sondern weisen immer leichte Abweichungen auf. Es ist für ein automatisiertes System z.B. sehr schwer zu entscheiden, ob es sich bei einer Vertiefung an der Oberfläche eines Baguettes um einen gewollten Einschnitt oder um den ungewollten Anfang eines Bruches handelt.“ Neben der Lieferung einiger weiterer Komponenten wie der PC-Systeme und diverser Kabel übernahm STEMMER IMAGING auch die Anbindung der Bildverarbeitungssoftware an die grafische Benutzeroberfläche des Systems, über die unter anderem die Programme für die nächste Charge an Backwaren eingestellt wird und weitere Prozessparameter eingestellt werden können. „Die GUI selbst wurde von Niverplast erstellt. Bei der Anbindung haben wir eng zusammengearbeitet, um die Wünsche unseres Kunden vollständig zu erfüllen,“ erinnert sich Serbée. Mit dem Service seines Bildverarbeitungspartners ist Albert Danneberg mehr als zufrieden: „Niverplast hat keine eigenen Bildverarbeitungsspezialisten im Haus, aber aufgrund der bisherigen Erfahrungen verlassen wir uns in diesem Bereich gerne auf die Unterstützung durch STEMMER IMAGING.“ Diese endet auch nicht nach der Auslieferung einer Anlage. „Wenn wir weitere Informationen zu neuen Entwicklungen oder Technologien im Bereich der Bildverarbeitung benötigen wissen wir, wen wir kontaktieren müssen«, so Danneberg. Gute Entwicklung Die größte Anlage zur Backwareninspektion, die Niverplast bisher entwickelt und ausgeliefert hat, umfasst zwei parallele Linien mit jeweils zwei auf Bildverarbeitung basierenden Prüfzellen für die Qualitätsprüfungen und das Zählen der Backwaren. Je nach Breite des verwendeten Transportbands kommen ein oder zwei Zeilenkameras zum Einsatz. Trotz der sehr guten Auftragslage haben die Entwickler bei Niverplast weitere Ideen, die in das Design künftiger Anlagen einfließen werden. Danneberg verrät eine dieser Ideen: “Die Höhe von Backwaren lässt sich durch ein 3D- Triangulationssystem erfassen. Damit kann man Brote und Brötchen noch genauer vermessen und Fehler an den Backwaren noch sicherer erkennen, daher werden wir diese Möglichkeit als weitere Option für unsere Anlagen anbieten.“ • VIDEO ANSEHEN Hier finden Sie unser Video zur Niverplast- Anlage: Mit einer eigenen Software-Lösung, die auf der Bildverarbeitungsbibliothek Common Vision Blox basierte, konnte Serbée solche Merkmale nach einer intensiven Entwicklungsphase schließlich sicher unterscheiden. Auch die erforderlichen Hardwarekomponenten der eingesetzten Bildverarbeitungssysteme wählte Serbée aus: „In Voruntersuchungen haben wir getestet, mit welcher Kamera, Optik und Beleuchtung die optimalen Ergebnisse erzielt werden können“, so Serbée. „Die Entscheidung fiel am Ende auf eine Kombination aus Zeilenkameras sowie dazu Die Einrichtung der nächsten Backwaren erfolgt über ein Touchpanel an der Maschine. • HINTERGRUNDINFORMATION Niverplast (www.niverplast.com) entwickelt innovative Lösungen für Folienverpackungen, die eine Vielzahl von Produkten vor allem im Bereich Lebensmittel schützen. Die Verpackung von Brot, Fleisch, Fisch, Flüssigkeiten und Non-Food-Produkten in Taschen und Boxen ist das Kerngeschäft des niederländischen Unternehmens, dessen Anlagen auf allen Kontinenten rund um die Welt im Einsatz sind. www.stemmer-imaging.com STEMMER IMAGING 05

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